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"Disziplin ist das Tor zum Glück"

Mit mehr Disziplin kann man Stress vermeiden
Stress wäre oft nicht nötig, wenn wir mit Disziplin den Alltag managen würden. Dennoch siegt häufig das Lustprinzip - mit den zwangsläufigen Folgen: Zeitnot, Nervosität, Hektik.

Hand aufs Herz: Ist es Ihnen schon passiert, dass Sie ordentlich in  Stress kamen, weil Sie mit einer Arbeit nicht fertig wurden? Wieder mal zu spät angefangen haben? Oder ein Schlüssel unauffindbar war? Ausgerechnet dann, wenn Sie es eilig hatten und aus dem Haus mussten? Nur weil Sie Ihn vorher nicht auf seinem angestammten Platz deponiert hatten?

Stress pur!
Nehmen Sie sich darum vor in Zukunft disziplinierter zu sein? Herzlichen Glückwunsch. Genau damit haben Sie erkannt, wo häufig das Übel für unnötigen Stress liegt. Und das ist bereits der erste Schritt in die richtige Richtung.

Stress entsteht durch Hilflosigkeit
Bei  fühlen wir uns einer Situation ausgeliefert. Wir sind nicht mehr die Agierenden, sondern können allenfalls reagieren. Das frustriert und manchmal ängstigt es sogar. Mit Disziplin kann man dies vermieden werden. Wir behalten sozusagen das Heft in der Hand.

DISZPLIN: ABC

A usdenken
Durch Ausdenken von Sachen, Wörtern oder zum Beispiel Geschichten trainiert man sein Gehirn und fördert die Fantasie!

B egreifen
Durch das Begreifen von Sachverhalten wird das Wissen erweitert!

C amembert
Auch beim Lernen sollte man sich hin und wieder eine Esspause gönnen!

D isziplin
Diszipliniertes Lernen verringert die Arbeitszeit!

E rfolg
Durch stetiges Lernen (regelmäßiges Vorarbeiten bzw. Nacharbeiten) gelang man zum Erfolg!

F ühlen
Wenn man Erfolg hat, fühlt man sich gut!

G ewissen
Durch stetiges Lernen beruhigt man sein Gewissen bzw. man bekommt kein schlechtes Gewissen!

H ilfe
Hin und wieder darf man auch Hilfe in Anspruch nehmen, wenn man beim Lernen nicht weiterkommt!

I ndividualisierung
Jeder hat unterschiedliche Lernweisen!

J ugend
In der Jugend lehnt man das stetige Lernen hin und wieder ab!

K affee
Durch Kaffee wird man auch beim ermüdenden Lernen wachgehalten!

L angsamkeit
Auch durch Langsamkeit beim Lernen sollte man sich nicht abschrecken lassen, sondern weitermachen!

M edien
Durch diverse Medien wird das Lernen erleichtert!

N ichtstun
Durchs Nichtstun fällt man beim Lernen auf die Schnauze!

O rganisation
Organisation ist die halbe Miete beim Lernen!

P ause
Beim Lernen sollte man sich auch Pausen gönnen, hin und wieder auch längere Pausen!

Q ual
Das Lernen stellt für viele eine Qual dar!

R outine
Durch eine gewisse Routine fällt einem das Lernen leichter!

S chummeln
Das Schummeln ist die letzte Rettung beim Nichtwissen bzw. nicht gelernt haben!

T äglich
Tägliches Üben erleichert das Lernen!

U nübersichtlichkeit
Man sollte beim Lernen nicht die Übersicht verlieren!

V erinnerlichung
Wenn man den Sachverhalt verinnerlicht hat, kann man diesen auch anderen plausibel erklären!

W itz
Auch der Witz sollte beim Lernen nicht verloren gehen!

X -fach
Hin und wieder sollte man den Sachverhalt x- fach wiederholen!

Y oga
Durch diese körperliche und geistige Übungen schafft man einen Ausgleich zum Lernen!

Z eit
Man sollte seine Zeit beim Lernen sinnvoll einteilen!

Heutiges Verständnis
Pragmatisch könnte Disziplin heute Summe von Grundvoraussetzungen genannt werden, die erfüllt sein müssen, damit schulische Erfolge ermöglicht werden. Die Schüler müssen erstens wissen, was ihr Beitrag ist, damit Lernerfolge zustande kommen. Zweitens müssen sie bereit und willens sein, diesen Beitrag zu leisten. Entscheidend ist die situationsgemäße Art und Weise der Lehrkraft, Disziplinforderungen zu stellen und damit umzugehen. Disziplin in der Schule ist nicht Selbstzweck, sondern dem Ziel untergeordnet, Kompetenzen und Verfügungskraft über sich selbst, somit Selbstdisziplin zu fördern. Disziplin darf also heute nicht mehr im Sinne eines blinden Gehorsams verstanden werden.

Disziplin ist unabdingbar für Bildung und Erziehung im Rahmen öffentlicher oder auch privater Institutionen. Schulische Lernziele sind nur durch langfristige Anstrengungen erreichbar, nicht durch deren Umgehung. Schulische Lernergebnisse sind das Ergebnis von gemeinsamen Absprachen, von Planung und langem Atem. Schulische Lernerfolge sind somit die Folge gemeinsam erreichter Disziplin. Diese darf aber nicht durch Einschüchterung oder Erniedrigung erreicht werden. Erniedrigung schafft im Gegenteil Widerstand. Nur das Entstehen einer Vertrauensbeziehung ermöglicht eine tragfähige Disziplin, eine sinnvolle Zusammenarbeit.

Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln 

Praktisch alle Menschen in Deutschland leiden unter einem mehr oder weniger ausgeprägten Vitamin- und Mineralstoffmangel, zeigt der Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), stellt Sven-David Müller-Nothmann vom Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Köln bedauernd fest. Ernährungsexperten und Mediziner haben jetzt die Aufgabe, die Bevölkerung zur gesünderen Ernährungsweise anzuleiten, und auch die Politik und das Bildungswesen müssen die Fehlernährungsproblematik in Deutschland verstärkt aufgreifen und das Bewusstsein der Menschen fördern.

Es ist erschreckend, dass laut Ernährungsbericht fast jeder in Deutschland von einem oder mehreren Vitaminen und Mineralstoffen zu wenig aufnimmt. Besonders häufig unzureichend ist die Zufuhr an:

  • Folsäure
  • Biotin
  • Pantothensäure
  • Vitamin D
  • Kalzium
  • Jod
  • Fluorid
  • Zink
  • Colostrum
  • Resveratrol

Häufige Anzeichen für eine Unterversorgung mit diesen Mikronährstoffen sind nach Aussagen von Sven-David Müller-Nothmann brüchige Fingernägel, Osteoporose, Zahnkaries, Kropf, Abwehrschwäche, Zeugungs- und Empfängnisprobleme, Fehlgeburten, Haarausfall, Müdigkeit, Erschöpfungszustände sowie hormonelle und metabolische Störungen.

Aber wer leidet in Deutschland nicht unter diesen Problemen, hinterfragt der Autor des Buches „Vitamin-Ampel“ Müller-Nothmann, und trotzdem denkt kaum jemand darüber nach, was er wann und in welcher Menge isst. Scheinbar fehlt das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer gesundheitsförderlichen Ernährungsweise.

Außerdem nehmen gerade mal 30 Prozent der Bevölkerung täglich Nahrungsergänzungsmittel ein. Dabei steht Vitamin C immer noch an der ersten Stelle, obwohl hierzulande praktisch niemand an einem Mangel daran leidet und Studien nicht einwandfrei nachweisen können, dass eine hohe Vitamin C-Dosis tatsächlich Erkältungskrankheiten verhindern kann.

Eine optimale Vitamin- und Mineralstoffversorgung ist nur zu gewährleisten, wenn gesunde Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel gleichermaßen an Bedeutung gewinnen. Leider geistert immer noch die Vorstellung durch die Bevölkerung, dass Gemüse und Obst heute weniger Mikronährstoffe enthalten als vor hundert Jahren. Das ist natürlich nicht so, im Gegenteil, betont Sven-David Müller-Nothmann, der sich bei seiner Aussage auf eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien beruft. Warum heute Ernährungsfachleute immer noch behaupten, dass es möglich ist, den Vitamin- und Mineralstoffbedarf allein durch eine gesundheitsförderliche Kost zu decken, kann ich nicht nachvollziehen, betont Müller-Nothmann, der darauf verweist, dass die Menschen so einfach nicht essen. Gerade mal zwei Prozent der Bevölkerung nehmen ausreichend Gemüse und Obst auf.

Aber auf Präparate allein zu setzen, empfiehlt Sven-David Müller-Nothmann nicht, denn diese Produkte heißen ja Nahrungsergänzungs- und nicht Nahrungsersatzmittel. Eine Mär ist übrigens auch, dass solche Produkte zu Überdosierungen führen.

In Wirklichkeit sind Nahrungsergänzungsmittel so dosiert, dass sie bei ordnungsgemäßer Einnahme niemals zu Schäden führen können. Andere Aussagen sind schlicht und ergreifend falsch und unwissenschaftlich, mokiert sich Müller-Nothmann über anders lautende Aussagen von so genannten Verbraucherschützern. Dramatisch ist, dass die Menschen in Deutschland zu wenig Kalzium und Vitamin D aufnehmen. Damit ist Osteoporose praktisch vorprogrammiert, betont Sven-David Müller-Nothmann.

Für die meisten Vitamine und Mineralstoffe bestehen im Organismus keine Speichermöglichkeiten, so dass täglich eine ausreichende Zufuhr notwendig ist. Andernfalls drohen rasch Mangelerscheinungen. Nur wer sich täglich gesundheitsbewusst und ausgewogen ernährt, kann mit einer optimalen Versorgung rechnen.

Die kurzzeitige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist unsinnig, da der Körper die enthaltenen Substanzen in der Regel nicht speichern kann. Daher sollten Gesundheitsbewusste solche Produkte möglichst lebensbegleitend einnehmen. Eine Vitaminkur hingegen ist kaum effektiv, stellt Müller-Nothmann klar.

Eine unzureichende Zinkversorgung führt zu Abwehrschwäche und kann sich bei Diabetikern auch in einer schlechten Blutzuckereinstellung ausdrücken. Praktisch alle Menschen in Deutschland gehören zu einer oder sogar mehreren Risikogruppen für eine Mikronährstoffunterversorgung.

Und trotzdem verhalten sich viele Ernährungsorganisationen so, als sei bei Vitaminen und Mineralstoffen alles in Butter, stellt Sven-David Müller-Nothmann kritisch heraus. Nahrungsergänzungsmittel sowie andere Angebotsformen von Vitamin- und Mineralstoffprodukten sollten aber durch Studien nachweisen können, dass der Körper sie überhaupt aufnehmen kann.

Die Bioverfügbarkeit spielt eine besondere Rolle, und daher sind zeitverzögerte Präparate, die der Verbraucher am Zusatz „Depot“ erkennt, grundsätzlich vorzuziehen. Eine chronologische Steuerung der Vitamin- und Mineralstoff-Freisetzung ist wirklich sinnvoll. Mit so genannten Depotpräparaten erhält der Organismus einfach eine bessere Versorgung, betont Müller-Nothmann.

Viele Menschen sind vor den Regalen in Drogerien und Apotheken einfach überfordert und wissen nicht, welches Produkt sie bevorzugen sollen. Grundsätzlich empfehlenswert sind Multipräparate, die von allen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen eine relativ niedrige Dosis enthalten. Damit macht niemand etwas falsch, aber die Gesundheit gewinnt, macht Sven-David Müller-Nothmann deutlich.

Die Mediziner in Deutschland unterschätzen leider noch immer die therapeutischen Möglichkeiten, die Mikronährstoffe haben. Eine hochdosierte Magnesiumzufuhr kann beispielsweise vielen Migränepatienten Schmerzbefreiung bringen, klärt Müller-Nothmann auf.

Außerdem entlarvt Sven-David Müller-Nothmann noch eine der Lieblingsgeschichten von Ernährungswissenschaftlern, die behaupten, dass viele Menschen Vitamine und Mineralstoffe als Alibi für eine ungesunde Ernährungsweise einnehmen. Eine von Gottfried Ulbricht vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIFE) publizierte Studie beweist genau das Gegenteil. Menschen, die sich gesundheitsförderlich ernähren, haben eine Affinität zu Nahrungsergänzungsmitteln, während Menschen, die sich ungesund ernähren, auch solche Produkte nicht einnehmen. Besonders gut sind die Bioverfügbarkeit und damit auch die Effektivität bei Konzentraten, die wie Tomatenmark oder Fruchtpasten aus Lebensmitteln stammen.

Ich kann Menschen, die an unspezifischen Beschwerden, die auf eine Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen hinweisen, leiden, nur empfehlen, den Speiseplan umzustellen und zusätzlich regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Wie wahrscheinlich alle anderen Ernährungsexperten auch ergänze ich täglich meine Mikronährstoffzufuhr durch Präparate, teilt Sven-David Müller-Nothmann mit. Wieso Ernährungswissenschaftler und Ernährungsverbände wider besseres Wissen immer noch davor warnen, kann ich nicht nachvollziehen, so Müller-Nothmann abschließend.

RAUCHERPOLIZEI